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5 Tipps, um im Sommer gesund zu bleiben

Inhaltsverzeichnis
Der Sommer kann Menschen auf subtile Weise schwächen. Nicht immer dramatisch. Patienten kommen nicht mit den Worten „Mir geht es nicht gut“. Sie beschreiben ein allgemeines Unwohlsein – Müdigkeit, Appetitlosigkeit, leichte Reizbarkeit und unruhigeren Schlaf. In der Ayurveda-Lehre wird diese Phase bereits beschrieben. Grishma Ritu fällt unter Adana Kala, eine Periode, in der die Umwelt den Körper allmählich auslaugt. Der Feuchtigkeitsgehalt sinkt, die Kraft nimmt ab, und das normalerweise stabilisierende Dosha – Kapha – verliert an Bedeutung. Vata beginnt sich im Hintergrund anzusammeln. Agni neigt dazu, während Diesmal also. Wenn man nach Möglichkeiten sucht, im Sommer gesund zu bleiben, geht es nicht um aggressive Maßnahmen. Vielmehr geht es darum, es nicht zu übertreiben, wenn der Körper bereits etwas geschwächt ist.

1. Ernähre dich so, wie dein Körper es auch tatsächlich verträgt.

Der Appetit ist in dieser Jahreszeit unbeständig. An manchen Tagen ist er gering, an anderen verspürt man Heißhunger auf deftiges oder scharfes Essen – oft eher aus Gewohnheit als aus Bedürfnis. Ayurveda empfiehlt, Speisen zu verzehren, die süß (madhura), kühlend (sheeta), leicht snigdha (snigdha) und flüssig (drava) sind. Konkret bedeutet das meist einfachere Mahlzeiten: weicher Reis, leichte Linsengerichte, etwas Ghee und Speisen, die nicht viel Energie verbrauchen.Verdauungsarbeit. Probleme entstehen, wenn Menschen versuchen, die Folgen des Sommers durch extreme Maßnahmen zu „korrigieren“. Entweder essen sie spät abends schwere Mahlzeiten oder sie stellen komplett auf Rohkost und kalte Speisen um. Beides äußert sich später in Blähungen oder einem dumpfen Schweregefühl, das Betroffene nur schwer beschreiben können.  Scharfe, saure und salzige Speisen – wie Katu, Amla und Lavana – sollten am besten in Maßen genossen werden. Gerade in dieser Jahreszeit können sie, selbst in kleinen Mengen, die innere Hitze leicht verstärken. Viele moderne Gesundheitstipps für den Sommer vereinfachen die Lebensmittelauswahl zu stark. In der Praxis kommt es weniger auf Kategorien an, sondern vielmehr darauf, wie der Körper von Tag zu Tag reagiert.

2. Trinken, aber die Verdauung dabei nicht stören.

Im Sommer verliert der Körper definitiv Flüssigkeit. Das sieht man deutlich – trockene Haut, vermehrtes Schwitzen, ständiger Durst. So viel ist klar. Weniger offensichtlich ist, wie oft die Flüssigkeitszufuhr kontraproduktiv ist.

Kaltes Wasser verschafft zwar schnelle Linderung, doch bei wiederholter Einnahme, insbesondere zu den Mahlzeiten, verlangsamt sich Agni. Die Patienten kommen dann mit Beschwerden zurück, die zunächst nicht damit in Zusammenhang zu stehen scheinen – Appetitlosigkeit, Schweregefühl, sogar leichte Übelkeit.

Bei dieser Hitze verträgt der Körper schwere oder stark verarbeitete Getränke nicht gut. Greifen Sie stattdessen zu einfachen Ayurveda-Getränken. Takra, Buttermilch, ist hier ideal – besonders wenn die Verdauung etwas beeinträchtigt ist. Sie ist leicht, bekömmlich und liegt nicht schwer im Magen. Panaka ist eine einfache Zubereitung: Wasser mit Zucker oder Jaggery, verfeinert mit etwas Kardamom oder Nelken. Nichts Kompliziertes. Es stillt den Durst, der durch Hitze und Schwitzen entsteht, ohne die Verdauung zu stören. AyurVAID bietet eine Auswahl an... Biohydrationsgetränke Nach denselben traditionellen Prinzipien wird dem Körper geholfen, sich erfrischt und auf natürliche Weise regeneriert zu fühlen.

Das Wichtigste beim Thema Flüssigkeitszufuhr ist die Menge. Manche trinken große Mengen, weil sie denken, mehr sei besser. Das stimmt meistens nicht. Der Körper braucht nicht ständig einen Überschuss an Flüssigkeit, sondern eine stetige Versorgung. Unter den üblichen Gesundheitstipps für die Sommerhitze wird die Flüssigkeitszufuhr immer wieder erwähnt. Die Feinheiten dabei werden jedoch selten beachtet.

3. Akzeptiere, dass dein Energieniveau sinken wird.

Das ist ein Punkt, an dem die Leute Widerstand leisten.
Es wird mittlerweile erwartet, das ganze Jahr über das gleiche Tempo beizubehalten – gleiche Trainingseinheiten, gleiche Zeitpläne, gleiche Leistung. Bei Grishma ist Balas Leistungsniveau jedoch naturgemäß niedriger. So verläuft die Saison eben.
Man sieht es klinisch: Menschen, die sich einem intensiven Arbeitsalltag unterziehen, fühlen sich viel schneller erschöpft. Manchmal äußert sich das in Körperschmerzen, manchmal nur in einer Art Trockenheit oder Unruhe.
Die ayurvedischen Empfehlungen zu Vyayama sind hier recht zurückhaltend. Es sollte mild und begrenzt sein und nicht während der größten Hitze stattfinden. Selbst das hängt jedoch vom Individuum ab. Solche Faktoren zu ignorieren und sich zu überanstrengen, stärkt in dieser Jahreszeit nicht die Widerstandsfähigkeit, sondern bewirkt meist das Gegenteil. Viele Tipps für den Sommer berücksichtigen diese Veränderung jedoch überhaupt nicht. Sie gehen davon aus, dass der Körper im April genauso funktioniert wie im Dezember. Das ist nicht der Fall.

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4. Ein wenig Ruhepause tagsüber hilft tatsächlich.

Im Ayurveda wird der Schlaf am Tag im Allgemeinen vermieden, aber Grishma ist eine der wenigen Ausnahmen.

Längere Tage, kürzere Nächte, anhaltende Hitze – das alles macht sich bemerkbar. Eine kurze Ruhepause am Nachmittag kann helfen, das Gleichgewicht wiederherzustellen, besonders bei Menschen, die sich bereits erschöpft fühlen. Nicht jeder braucht das. Und sie sollte weder zu lang noch zu anstrengend werden. Schlafstörungen. Doch wenn der Körper danach verlangt, führt das Ignorieren dieser Signale meist dazu, dass sich das Erschöpfungsgefühl bis zum Abend noch verschlimmert.

Auch die Abendroutine spielt eine Rolle, obwohl dieser Aspekt oft übersehen wird. Späte Abendessen, Bildschirmzeit, unregelmäßige Schlafenszeiten – all das verstärkt die saisonale Belastung.

Manche der traditionelleren Ratschläge – kühle Umgebungen, frische Luft, sogar der Aufenthalt in milderen Nachttemperaturen – hatten ihren Sinn. Es ging nicht nur um Komfort. Es ging darum, dem Körper nach einem langen, heißen Tag Ruhe zu gönnen. Wenn es um Tipps für einen gesunden Sommer geht, wird Ruhe meist nur beiläufig erwähnt. Dabei leistet sie im Stillen einen Großteil der Arbeit.

5. Gestalten Sie die Umgebung und Ihre Routine etwas kühler.

Es gibt Essen, und dann gibt es alles andere.
Hitze wirkt sich nicht nur über die Ernährung aus. Sie kommt durch die Umgebung, den Lebensrhythmus und sogar durch soziale Interaktionen. Menschen neigen im Sommer dazu, reizbarer zu werden – ein Muster, das man mit der Zeit in der Praxis bemerkt.
Einfache Dinge helfen mehr als man denkt. Sich nach Möglichkeit im Schatten oder in kühleren Räumen aufhalten. Leichte Kleidung aus Baumwolle tragen. Unnötige intensive Sonneneinstrahlung vermeiden.
Sogar Sinnesreize spielen eine Rolle. Starke Gerüche, Lärm und Reizüberflutung verstärken die innere Unruhe, besonders wenn Pitta bereits im Aufwind ist. Traditionelle Maßnahmen wie die Anwendung von Chandana mögen altmodisch erscheinen, doch der Grundgedanke ist klar: Den Körper äußerlich kühlen, damit er innerlich nicht leiden muss.
Wenn Menschen fragen, wie wir gesund bleiben können, suchen sie oft nach ein oder zwei großen Veränderungen. Meistens kommt es aber auf mehrere kleine Dinge an, die man konsequent umsetzt.

Fazit

Der Sommer verursacht Krankheiten normalerweise nicht über Nacht. Er führt zu einer schleichenden Veränderung. Hier etwas Trockenheit, dort etwas Müdigkeit, ein paar Tage lang nachlassender Appetit – für sich genommen nichts Beunruhigendes. Doch wenn man gegen die Jahreszeit ankämpft, summieren sich diese kleinen Veränderungen. Der Körper verlangt während des Grishma-Monats nicht nach Höchstleistungen. Er braucht etwas Zurückhaltung. Leichtere Mahlzeiten. Weniger Anstrengung. Man sollte den Signalen, die man leicht übersieht, mehr Aufmerksamkeit schenken. In dieser Jahreszeit geht es meist nicht darum, etwas Neues auszuprobieren. Es geht darum, das zu reduzieren, was den Körper belastet. Das genügt oft schon.

Referenzen

  1. Pansare K, Sonawane G, Patil C, Sonawane D. Gond Katira: Ein natürliches Heilmittel gegen Sommerhitze und Flüssigkeitszufuhr. Res J Pharmacol Pharmacodyn. 2025;17(2):95-101.
  2. Shah S, Patil A, Chapte RD. Ayurvedische Literatur zu Trishna. Int J Multidiscip Health Sci. 2022;8(3):3-10.
  3. Saini G. Prävention und Behandlung des Hitzschlags (Anshughat) im Ayurveda: Eine Übersicht. Int Ayurvedic Med J. 2018;6(9):2146-2152.
  4. Ambulgekar S, Kannolli GN, Sajjenshetty MR. Konzept von Greeshma Rutucharya wsr an Sarvanga Sundara und Ayurveda Rasayana Teekas von Ashtang Hrudayam. J Ayurveda Integr Med Sci. 2020;6:283-289.
  5. Mankar DA, Mankar AS, Masule A, Kadam A. Lebensstil- und Ernährungsrichtlinien in der Sommerzeit: Ein ayurvedischer Überblick. J Adv Future Res. 2024.

FAQ

Warum fühle ich mich im Sommer müder?
Der Sommer entzieht dem Körper nach und nach Feuchtigkeit und Kraft, was zu leichter Müdigkeit führt. Selbst kleine Aktivitäten können anstrengender als gewöhnlich sein.
Sollte ich meine Ernährung in den heißen Monaten ändern?
Ja – leichtere, kühlende Speisen wie weicher Reis, leichte Linsengerichte und etwas Ghee sind bekömmlicher. Schwere, scharfe oder salzige Mahlzeiten können den Körper leicht aufheizen und Unwohlsein verursachen.
Sind kalte Getränke gut für die Flüssigkeitszufuhr?
Kaltes Wasser lindert den Durst zwar schnell, doch zu viel davon zu den Mahlzeiten kann die Verdauung verlangsamen. Sanfte Alternativen wie Takra oder Panaka spenden Feuchtigkeit, ohne den Magen zu reizen.
Was ist Panaka und wie hilft es?
Panaka ist Wasser mit einem milden Süßungsmittel und einem Hauch von Gewürzen wie Kardamom oder Nelke. Es stillt den Durst nach dem Schwitzen und trägt zur Aufrechterhaltung des inneren Gleichgewichts bei.
Kann ich das gleiche Energieniveau wie im Winter beibehalten?
Im Sommer sinkt das Energieniveau aufgrund der Jahreszeiten natürlicherweise. Wer sich zu sehr anstrengt, ist oft noch erschöpfter als zuvor.
Ist Ruhezeit tagsüber empfehlenswert?
Kurze, leichte Nickerchen am Nachmittag können das Gleichgewicht wiederherstellen, insbesondere bei zunehmender Müdigkeit. Vermeiden Sie langen oder tiefen Schlaf, da dieser den Körper träge macht.
Wie sollten die Trainingspläne angepasst werden?
Leichte, moderate Bewegung in den kühleren Tageszeiten ist am besten geeignet. Intensive Trainingseinheiten in der größten Hitze können den Körper überlasten.
Beeinflusst meine Umgebung mein Befinden?
Ja, Hitze, helles Sonnenlicht, starke Gerüche und Lärm verstärken die innere Unruhe. Einfache Maßnahmen wie Schatten, leichte Kleidung und ruhige Orte können helfen.
Sollte die Flüssigkeitszufuhr drastisch erhöht werden?
Nicht unbedingt – der Körper profitiert eher von einer stetigen Zufuhr als von großen, plötzlichen Mengen. Zu viel Alkohol kann kontraproduktiv sein und die Verdauung verlangsamen oder Blähungen verursachen.
Welcher allgemeine Ansatz verfolgt man im Sommer im Hinblick auf die Gesundheit?
Es geht um sanfte Unterstützung, nicht um aggressive Korrektur. Leichtere Mahlzeiten, mehr Achtsamkeit auf Körpersignale und kleine Anpassungen im Umfeld halten den Körper im Gleichgewicht.
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