Die ayurvedische Sichtweise auf die Ursachen von Hämorrhoiden
Laut Ayurveda wird die Entstehung von Arsha auf ein Zusammenspiel von Lebensstil- und Ernährungsfaktoren zurückgeführt. Hauptsächlich ist dabei die Instabilität des Jatharagni (Verdauungsfeuers) zu nennen, die zu Verstopfung führt – einem wichtigen Faktor für Hämorrhoiden. Weitere Ursachen sind:
- Bewegungsmangel oder langes Sitzen und Stehen
- Verzehr von ungeeigneten oder unverträglichen Lebensmitteln
- Unterdrückung natürlicher Triebe
- Falsche Toilettengewohnheiten, wie z. B. übermäßiges Pressen
- Verstopfung und langes Sitzen
- Unzureichende körperliche Aktivität
- Psychische und emotionale Anspannung
Diese Zustände stören den natürlichen Fluss des Vata-Doshas, beeinflussen die Verdauung und führen schließlich zur Entstehung von Hämorrhoiden.
Arten von Pfählen
- Grad I – Kein Vorfall, nur Blutung
- Grad II – Vorfall bei Belastung, der sich jedoch spontan zurückbildet
- Grad III – Vorfall bei Belastung, erfordert manuelle Reposition
- Grad IV – Nicht reponierbarer Prolaps, kann stranguliert oder thrombosiert sein
Hämorrhoidenbehandlung im Ayurveda
Der ayurvedische Ansatz zur Behandlung von Hämorrhoiden ist umfassend und zielt darauf ab, ein Wiederauftreten zu verhindern und die Ursache zu beseitigen. Sushruta, ein früher ayurvedischer Chirurg, unterschied vier zentrale Methoden zur Behandlung von Arsha:
Bhaishajya Chikitsa
Diese Methode eignet sich für das Anfangsstadium von Hämorrhoiden. Sie beinhaltet pflanzliche Heilmittel, die Appetit, Entzündungen und Geschwürbildung verbessern und gleichzeitig den Stuhlgang normalisieren.
Kshara Karma
Diese als überlegene parachirurgische Technik geltende Behandlungsmethode beinhaltet das direkte Auftragen einer pflanzlichen, alkalischen Substanz auf die Hämorrhoidenmasse mithilfe eines speziell entwickelten Instruments. Sie trägt zur Reduzierung der Hämorrhoidenmasse, zum Stillen der Blutung, zum Austrocknen des Wundsekrets und zur Linderung der Beschwerden bei. Sie ist besonders wirksam bei inneren Hämorrhoiden des Grades 1 und 2.
Agni Karma
Bei dieser Methode wird die Haufenmasse mit Hitze verbrannt. Man geht davon aus, dass sie in chronischen Fällen ein günstiges Ergebnis mit geringer Rückfallquote bietet.
Shastra Karma
Wenn alle konservativen und parachirurgischen Behandlungsversuche erfolglos geblieben sind, wird eine operative Entfernung in Betracht gezogen. Ayurveda empfiehlt eine Operation jedoch nur als letzten Ausweg.
Neben diesen vier Hauptansätzen nennt Ayurveda weitere lokale Maßnahmen wie Swedana (Schmorung), Avagahana (Sitzbad), Vasti (Einlauf), Dhoopana (Räucherung), Lepa (Auftragen von Pasten) und Vranaropana (Wundheilungsanwendungen). Kshara Vasti, eine Art Einlauf mit alkalischen Kräutern etc., lindert Blutungen bei Hämorrhoiden des Grades I-III deutlich.
Warum sollte man sich bei Hämorrhoiden für eine Ayurveda-Behandlung entscheiden?
- Innerlich anzuwendende Medikamente zur Reduzierung von Entzündungen und zur Geweberegeneration
- Ksharakarma Verfahren zur Beseitigung der Haufenmasse und zur Verhinderung eines erneuten Auftretens
- Sitzbäder und sanfte Therapien zur Förderung der Durchblutung und Stärkung der Analmuskulatur
- Stressmanagement zur Unterstützung der Verdauung und Reduzierung von Krankheitsschüben
- Individuell angepasste Ernährung und Verhaltensänderungen zur anhaltenden Linderung
Vorteile von Ayurveda bei Hämorrhoiden:
- Verringerung von Schmerzen, Blutungen und Schwellungen
- Bessere Darmtätigkeit und Verdauung
- Die Gewebereparatur erfolgt in einem schnellen Tempo.
- Vermeidung von Operationen, insbesondere in den Anfangsstadien
- Sichere Optionen auch während der Schwangerschaft (unter fachkundiger Aufsicht)
Bei korrekter Anwendung kann Ayurveda bereits nach 4-8 Wochen sichtbare Besserungen zeigen und ist somit eine der sichersten, natürlichsten und nachhaltigsten Behandlungsmethoden für Hämorrhoiden.
Fazit

