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Blähungen und Flatulenz

Inhaltsverzeichnis

Einführung

Blähungen werden meist erst dann bemerkt, wenn sie lästig werden. Sie sind ein normaler Bestandteil der Verdauung. Jedes Mal, wenn Nahrung im Körper abgebaut wird, entstehen Gase. Meistens geht das unbemerkt vorüber. Man rülpst ein bisschen und lässt ein paar Mal Luft ab, und das war's. Doch an manchen Tagen ist es anders. Man hat ein Schweregefühl, der Magen fühlt sich angespannt an, und man denkt ständig daran. Für viele Menschen wird dies allmählich zu einem regelmäßigen Problem mit Blähungen, besonders nach dem Essen oder abends.

Was sind die Ursachen?

Blähungen haben selten nur eine einzige Ursache. Sie entstehen meist durch eine Kombination aus alltäglichen Gewohnheiten, die zunächst unbedeutend erscheinen.

Das Essverhalten spielt eine entscheidende Rolle. Unregelmäßige Mahlzeiten, erneutes Essen, bevor die vorherige Mahlzeit verdaut ist, oder einfach zu viel Essen können die Verdauung stören. Selbst Dinge wie das ständige Kontrollieren des Handys oder Telefonieren während des Essens können dazu führen, dass man unbewusst mehr isst als nötig. Auch die Lebensmittelauswahl ist wichtig. Manche Lebensmittel, wie Linsen, Sprossen, Hülsenfrüchte, bestimmte Bohnensorten und Knollen, produzieren von Natur aus mehr Blähungen. Problematischer wird es jedoch, wenn dieselben Lebensmittel zur falschen Zeit oder auf die falsche Weise verzehrt werden.

Im Alltag bemerken Menschen häufig Ursachen für übermäßige Blähungen wie:

  • Er isst jeden Tag zu unterschiedlichen Zeiten, lässt manchmal Mahlzeiten aus und isst dann später zu viel.
  • üppige Mahlzeiten, besonders spät abends, wenn die Verdauung ohnehin schon langsam ist.
  • Zu viel Wasser direkt nach den Mahlzeiten zu trinken, was zwar harmlos erscheint, kann die Verdauung negativ beeinflussen.
  • Langes Sitzen, sehr wenig Bewegung, besonders nach dem Essen

Hinzu kommt die Angewohnheit, natürliche Bedürfnisse zu ignorieren. Das Zurückhalten von Stuhlgang oder Blähungen mag sich im Moment nicht schlimm anfühlen, beeinträchtigt aber langfristig die Darmfunktion. Medizinisch gesehen können Erkrankungen wie … Reizdarmsyndrom und Gastroösophageale Refluxkrankheit kann den Magen-Darm-Trakt empfindlicher machen. In solchen Fällen wird selbst eine geringe Menge Gas als unangenehm empfunden.

Und dann ist da noch der Lebensstil im Allgemeinen. Schlafmangel, spätes Aufbleiben und Schlafen am Tag – all diese Faktoren stören schleichend die Verdauung. Das sind sehr häufige Ursachen für Blähungen und Völlegefühl, auch wenn man den Zusammenhang nicht sofort erkennt.

Was sind die Symptome?

Blähungen bedeuten nicht immer nur, dass man Luft ablässt. Sie können sich auf verschiedene Weise äußern. Am häufigsten fühlt man ein Völlegefühl im Bauch. Es ist nicht direkt schmerzhaft, sondern eher ein unangenehmes, gespanntes Gefühl, das einen ständig den Magen spüren lässt. Manche Menschen bemerken Folgendes:

  • Wiederholtes Aufstoßen nach dem Essen, manchmal sogar nach leichten Mahlzeiten.
  • Häufigerer Darmwindabgang als üblich, manchmal unbemerkt, manchmal nicht
  • Eine Art wechselndes Unbehagen, bei dem der Schmerz nicht an einem Ort fixiert ist.
  • Verstopfung oder Stuhlgang mit Geräuschen

Am Abend kann sich der Magen schwerer anfühlen als morgens. Die Kleidung sitzt enger, und man hat das Gefühl, etwas stecke fest. Manchmal verändert sich auch der Appetit. Entweder hat man keinen Appetit oder man ist sehr schnell satt.

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Die Ursache wird meist schon im Gespräch über Ihre täglichen Gewohnheiten deutlich. Ärzte fragen in der Regel nach Ihrem Tagesablauf. Nicht nur, was Sie essen, sondern auch wann, wie und was nach dem Essen passiert. Auch Ihre Stuhlgewohnheiten liefern wichtige Hinweise. Manchmal hilft es mehr als erwartet, einige Tage lang ein einfaches Ernährungstagebuch zu führen. Muster zeigen sich dann von selbst. Bei Bedarf werden Untersuchungen durchgeführt. Diese dienen in erster Linie dazu, andere Erkrankungen auszuschließen und die Auswirkungen auf die Verdauung genauer zu beurteilen. In vielen Fällen liegt die Ursache jedoch im Lebensstil selbst.

Ayurveda-Behandlung gegen Blähungen und Völlegefühl

Im Ayurveda wird Blähungen eng mit Agnimandya, einer schwachen Verdauung, in Verbindung gebracht. Wenn das Verdauungsfeuer (Agni) nicht richtig funktioniert, wird die Nahrung nicht vollständig verdaut. Sie verbleibt im Körper und verursacht Blähungen, Völlegefühl und Unwohlsein.

Im Ayurveda werden auch Zustände namens „Adhmana“ (Blähungen oder Völlegefühl) und „Atopa“ (Bauchgrummeln) beschrieben, bei denen sich der Bauch aufgrund von eingeschlossenen Gasen aufgebläht anfühlt. Es ist dieses unangenehme, gespannte Gefühl, bei dem sich selbst kleine Mahlzeiten schwer anfühlen. Dies wird nicht als eigenständiges Problem, sondern als Folge einer gestörten Verdauung und eines Vata-Ungleichgewichts betrachtet.

Zu den häufigen Lebensstilmustern, die zu dieser Erkrankung führen, gehören:

  • erneut essen, bevor die vorherige Mahlzeit verdaut ist.
  • unregelmäßige Essenszeiten, mal zu früh, mal zu spät
  • spätes Einschlafen oder unruhiger Schlaf
  • Bewegungsmangel, überwiegend sitzende Tätigkeit

Ayurveda betrachtet all dies im Zusammenhang. Ziel ist es nicht nur, Blähungen vorübergehend zu reduzieren, sondern die Verdauung wieder in ein stabiles Gleichgewicht zu bringen.

Hausmittel

Einfache, täglich ausgeführte Dinge funktionieren in der Regel besser als komplizierte Maßnahmen.

Langsames Essen hilft mehr, als man denkt. Es reduziert sowohl das Luftschlucken als auch die Belastung der Verdauung. Warmes Wasser ist zudem magenschonender als kalte Getränke.

Einige kleine Gewohnheiten, die die meisten Menschen als hilfreich empfinden:

  • Bei Verdauungsbeschwerden vor den Mahlzeiten Ingwer mit etwas Salz einnehmen.
  • Nach üppigen Mahlzeiten warmes Kreuzkümmel- oder Ajowanwasser trinken.
  • ein paar Minuten nach dem Essen spazieren gehen, anstatt sich sofort hinzusetzen
  • Yoga-Asanas praktizieren wie Pavana muktasana
  • Hung und schwarzes Salz mit Buttermilch 
  • Das Essen mit Knoblauch, Zwiebeln, Ingwer und Hing um die gasbildenden Eigenschaften der Lebensmittel zu verringern
  • Regelmäßige Mahlzeiten und das Vermeiden einer Überlastung des Magens auf einmal machen sich ebenfalls über einige Tage hinweg bemerkbar.

Wann man einen Arzt aufsuchen sollte

Blähungen und Völlegefühl sind häufig, aber manchmal sollten sie ärztlich abgeklärt werden. Wenn sie immer wieder auftreten oder die Beschwerden zunehmen, ist es ratsam, sie nicht zu ignorieren. Dasselbe gilt für Blähungen, die tagelang anhalten. Sie sollten dies untersuchen lassen, wenn:

  • Der Schmerz fühlt sich anders an als sonst.
  • Es treten Übelkeit, Fieber oder Gewichtsverlust auf.
  • Die Stuhlgewohnheiten verändern sich plötzlich und kehren nicht zum Normalzustand zurück

Diese Anzeichen bedeuten nicht immer etwas Ernstes, aber man sollte sie auch nicht ignorieren.

Fazit

Blähungen und Völlegefühl sind häufig, aber manchmal sollten sie ärztlich abgeklärt werden. Wenn sie immer wieder auftreten oder die Beschwerden zunehmen, ist es ratsam, sie nicht zu ignorieren. Dasselbe gilt für Blähungen, die tagelang anhalten. Sie sollten dies untersuchen lassen, wenn:

Häufig gestellte Fragen

Was verursacht übermäßige Blähungen?
Blähungen entstehen meist durch ein Zusammenspiel von Essgewohnheiten und Verdauungsproblemen. Zu schnelles Essen, unregelmäßige Mahlzeiten und unverträgliche Lebensmittel zählen zu den häufigsten Ursachen.
Sind häufige Blähungen normal?
Ja, mehrmaliges Blähen am Tag ist für die meisten Menschen völlig normal. Problematisch wird es erst, wenn es Beschwerden oder Schmerzen verursacht oder den Alltag beeinträchtigt.
Wie lässt sich der Gasverbrauch auf natürliche Weise reduzieren?
Schon einfache Änderungen wie langsames Essen, gründliches Kauen und das Vermeiden schwerer Mahlzeiten können Blähungen reduzieren. Warmes Wasser, leichte Bewegung nach dem Essen und regelmäßige Essenszeiten tragen ebenfalls dazu bei.
Warum fühle ich mich schon nach kleinen Mahlzeiten aufgebläht?
Dies kann vorkommen, wenn die Verdauung langsam oder schwach ist, sodass sich selbst kleine Mengen an Nahrung schwer anfühlen. Auch eingeschlossene Gase im Bauchraum können ein Völlegefühl ohne große Nahrungsaufnahme hervorrufen.
Verursacht Stress Blähungen und Völlegefühl?
Ja, Stress kann die Verdauung beeinträchtigen und den Verdauungsprozess verlangsamen. Dies kann zu vermehrter Gasbildung und einem Völlegefühl im Magen führen.
Welche Lebensmittel verursachen am ehesten Blähungen?
Nahrungsmittel wie Bohnen, Kohl, Milchprodukte und kohlensäurehaltige Getränke sind dafür bekannt, vermehrt Gase zu produzieren. Die Reaktionen darauf sind jedoch je nach Verdauungstyp individuell verschieden.
Können unregelmäßige Essgewohnheiten zu Blähungen führen?
Ja, unregelmäßige Mahlzeiten oder übermäßiges Essen nach längeren Pausen können die Verdauung stören. Dies führt häufig zu einer unzureichenden Verdauung und vermehrter Gasbildung.
Was ist Adhmana im Ayurveda?
Adhmana bezeichnet einen Zustand, bei dem sich der Bauch aufgrund von eingeschlossenen Gasen angespannt und aufgebläht anfühlt. Er steht in der Regel im Zusammenhang mit einer schwachen Verdauung und einem Ungleichgewicht im Körper.
Wann sollte ich mir Sorgen um Benzin machen?
Achten Sie auf anhaltende, schmerzhafte oder sich verschlimmernde Blähungen. Treten zusätzlich Symptome wie Gewichtsverlust, Übelkeit oder Veränderungen des Stuhlgangs auf, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Verursacht Wassertrinken nach dem Essen Blähungen?
Wer direkt nach dem Essen zu viel Wasser trinkt, kann die Verdauung verlangsamen. Dies kann mitunter zu einem Völlegefühl und vermehrter Blähungen führen.

REFERENZEN

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Mishra RS, Chandurkar V. Management von Udar Vyadhi mit Ayurveda unter besonderer Berücksichtigung von Aszites. Internationales Forschungsjournal für Ayurveda und Yoga. 2023;6(10):60-70. Available from: externer Link
Mari A, Abu Backer F, Mahamid M, Amara H, Carter D, Boltin D, Dickman R. Blähungen und abdominelle Distension: Klinisches Vorgehen und Management. Adv. Ther. 2019 Mai;36(5):1075-1084. doi: 10.1007/s12325-019-00924-7. Epub 2019 Mär 16. PMID: 30879252; PMCID: PMC6824367. Verfügbar unter: externer Link
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Seo AY, Kim N, Oh DH. Abdominale Blähungen: Pathophysiologie und Behandlung. J Neurogastroenterol-Motil. 2013 Okt;19(4):433-53. doi: 10.5056/jnm.2013.19.4.433. Epub 2013 Okt 7. PMID: 24199004; PMCID: PMC3816178. Verfügbar unter: externer Link
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