Eine Studie mit über 16,000 Teilnehmern ergab, dass die Aktivität von etwa 4,000 Genen von den Jahreszeiten beeinflusst wird, wie Forscher in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ berichteten. Die Ergebnisse könnten erklären, warum bestimmte Krankheiten in bestimmten Jahreszeiten häufiger erstmals auftreten, so die Forscher. Wie genau die Jahreszeiten unsere Gene beeinflussen, ist noch nicht vollständig geklärt. Es gibt jedoch einige naheliegende Erklärungsansätze, so die Schlussfolgerung. „Die Tatsache, dass so viele Gene gefunden wurden, deren Aktivität im Laufe der Jahreszeiten schwankt, ist sehr interessant, da wir bisher nicht wussten, dass unser Körper solchen saisonalen Veränderungen unterliegt“, sagt Akhilesh Reddy, der an der Universität Cambridge zirkadiane Rhythmen erforscht. Ayurveda bietet bereits eine Antwort auf diese offene Frage. Ayurveda beschreibt die Jahreszeiten und ihren Rhythmus, die wichtigsten Doshas und Rasas sowie deren Auswirkungen auf Körper und Geist detailliert. Ayurveda empfiehlt Ernährung und Verhalten zur Vorbeugung von Krankheiten. Dieser Artikel beschreibt die saisonalen Schwankungen der Gene, die als Ursache für Krankheiten gelten. Ayurveda geht noch einen Schritt weiter und erklärt, dass Vata, Pitta und Kapha in jeder Jahreszeit einen Zyklus von Ansammlung, Verschlimmerung und Abschwächung durchlaufen. Zur Vorbeugung empfiehlt Ayurveda eine saisonale Lebensweise. Werden Ernährung, Lebensstil und Tagesablauf nicht so angepasst, dass das Gleichgewicht der Doshas erhalten bleibt, treten Krankheiten unweigerlich auf. Ayurveda beschreibt auch das Konzept von Ritu Sandhi, dem Übergang der Jahreszeiten. Während dieser Zeit ist der Körper anfälliger für Krankheiten. Schon geringfügige Veränderungen der Jahreszeiten können die Harmonie der Doshas stören. Daher ist in dieser Zeit besondere Vorsicht geboten.

